Dank der letzten Eiszeit vor knapp 14.000 Jahren liegt zwischen Hannover und Nienburg ein Meer. Das „Steinhuder Meer“, eigentlich ein See, kann zwar nicht mit dem Bodensee mithalten, hat mit einer FlĂ€che von ca. 29 kmÂČ trotzdem absolut vorzeigbare Maße. Und auch sonst hat das GewĂ€sser QualitĂ€ten, die einen Besuch lohnen. Als Natur- und Landschaftsschutzgebiet ist es das Zentrum des Naturparks Steinhuder Meer und dient vielen Vögeln als Brut-, Durchzugs- und Überwinterungsgebiet. Die vielen bewaldeten Gebiete auf einem 35 km langen Radwanderweg rund um den See und die im SĂŒden gelegenen Flach- und Hochmoore bieten Besuchern ein Idyll, das seinesgleichen sucht.

Mit dem Rad oder zu Fuß gehts durch die Ortschaften Mardorf und Steinhude, die stark vom Fischerdorfcharakter profitieren und es sogar fertigbringen, ein Flair von Nord- oder Ostseeurlaub zu verströmen. Da mag man gar nicht daran denken, dass es noch zu Anfang des 20. Jahrhunderts Überlegungen gab, das Steinhuder Meer zugunsten einer landwirtschaftlichen NutzflĂ€che trockenzulegen.

Ganz in der NĂ€he, nĂ€mlich in Loccum, steht ĂŒbrigens das 1163 gegrĂŒndete Zisterzienser-Kloster, eines der schönsten erhaltenen Klöster seiner Art in Deutschland. Ein kleiner Abstecher lohnt sich, denn der historische Kreuzgang der Klosterkirche und die anliegenden WirtschaftsrĂ€ume bieten tolle Einblicke in die Vergangenheit. Traurige BerĂŒhmtheit erlangte das Kloster ĂŒbrigens durch die Hexenprozesse im 16. Jahrhundert, bei dem viele Unschuldige ihr Leben verloren.

Michael Eichhorn
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bloggt. knipst. zeigt. In Hameln. Und Hannover. Aber eigentlich ĂŒberall. Außer in Berlin. Da gibts zu viele Fotografen. Kleiner Scherz, Berlin geht auch 😉
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